Saint Elmo's Grafik "Coworkation"

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5 Gründe, warum sich Coworkation für Unternehmen lohnt

04. Mai 2022, Verena Feyock

Was in manchen Chefohren als Einladung zum Müßiggang klingt, könnte die Zukunft der digitalen Arbeitswelt sein: Coworkation. Bei diesem wachsenden Trend geht es um die Verbindung von (Zusammen-)Arbeit und Urlaub. Das heißt: Die berufliche Tätigkeit muss nicht mehr ans Homeoffice oder Büro gebunden sein, sondern kann mobil von einem Urlaubsort erfolgen. Denn warum sollte jemand, der zu Hause arbeiten kann, es nicht genauso gut auch woanders tun können? Schließlich haben die letzten zwei Jahre gezeigt, dass Remote Work und Produktivität kein Widerspruch sind. Arbeit muss kein Ort mehr sein.

In der Arbeitswelt macht sich Erschöpfung breit

Auch diejenigen, die digital arbeiten, sind und waren in der Corona-Zeit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt: Kurzarbeit, Homeoffice-Isolation, Homeschooling, Covid-Erkrankungen, Existenz- und Zukunftsängste sind nur einige der Gründe, warum sich viele Menschen nach zwei Jahren Pandemie ausgebrannt fühlen. Entsprechend groß ist die Sehnsucht nach Auszeiten und der Wunsch, aus dem Alltag auszubrechen.

Coworkation könnte die Antwort darauf sein. Der Trend bietet aber nicht nur Vorteile für Beschäftigte, sondern birgt auch aus Arbeitgebersicht große Chancen. Fünf Bereiche, in denen sich Unternehmen Coworkation zu Nutze machen können

1. Mitarbeitergesundheit 

Gestresste und erschöpfte Mitarbeiter leisten nicht nur weniger, sie fallen auch öfter und länger aus. Mit Coworkation können Unternehmen aktiv zum Wohlbefinden ihres Personals beitragen und für Erholungsmöglichkeiten neben dem Job sorgen. Eine neue Umgebung, am besten noch mit Nähe zur Natur, füllt die Energiespeicher wieder auf und wirkt sich positiv auf Stimmung und Konzentration aus. Außerdem lädt sie zur Erkundung ein, das heißt zur Bewegung an der frischen Luft.

2. Neue Impulse

Kreative wissen es schon lange: Ein Ortswechsel sorgt oft für Inspiration und neue Ideen. Das gilt aber auch für andere. Bei einer Coworkation kann man den Kopf frei machen und neue Perspektiven gewinnen. Ideal zum Beispiel für Projekt-Teams, die Lösungsansätze entwickeln sollen. Zudem sind Coworkation-Spaces nicht selten Orte der Vernetzung. So trifft man dort oft auf Coworkationists aus anderen Unternehmen und Branchen, mit denen man sich austauschen kann.

3. Unternehmenskultur

Der persönliche Austausch spielt auch unternehmensintern eine Rolle. Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass die rein digitale Kommunikation wenig Raum für das echte Miteinander bietet. Für eine gesunde Unternehmenskultur ist es deshalb wichtig, dass Mitarbeiter auch mal in der Wirklichkeit zusammenkommen, gemeinsam Dinge erleben und sich persönlich in entspannter Atmosphäre begegnen. Das stärkt das Wir-Gefühl und die Bindung zum Unternehmen. Wer seiner Belegschaft oder einzelnen Teams Coworkations ermöglicht, fördert also nachhaltig das Team-Building und die gemeinsame Identität. Und davon profitiert auch die Arbeitsmoral.

4. Employer Branding

Apropos Mitarbeiterbindung: In Zeiten des Fachkräftemangels konzentrieren sich viele Unternehmen darauf, neue Recruiting-Strategien zu entwickeln und verlieren dabei oft die Bedürfnisse der bereits Angestellten aus dem Blick. Dadurch laufen sie aber Gefahr, wertvolle Fachkräfte an die Konkurrenz zu verlieren. Mit Coworkation als fester Bestandteil von New Work können sich Unternehmen als Arbeitgeber positionieren, die sich um das Wohl der eigenen Leute kümmern und eine moderne Unternehmenskultur pflegen.

5. Recruiting

Ein positives Arbeitgeber-Image hilft auch im Recruiting. Gerade der junge und reiseaffine Nachwuchs legt Wert auf Flexibilität und Work-Life-Balance. Ein Job, der die Möglichkeit bietet, an schöne Orte zu reisen und dort für eine Weile zu arbeiten, entspricht eher den Vorstellungen der neuen Generation als starre Präsenzregelungen.

Wie hoch die Bereitschaft für Coworkation bereits ist, hat Saint Elmo’s Tourismusmarketing kürzlich im DACH-Raum untersucht. Die Coworkation-Studie, die zusammen mit dem Europäischen Tourismus Institut ETI im Auftrag von CoorkationALPS Ende 2021 durchgeführt wurde, zeigt, dass etwa 60 Prozent der Beschäftigten eine Coworkation in Anspruch nehmen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Unter den befragten Arbeitgebern sind ganze zwei Drittel grundsätzlich auch dazu bereit. Von denjenigen Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit dem Konzept gemacht haben, werten 75 Prozent diese als positiv, negative Erfahrungen traten praktisch nicht auf. Gegenstand der Studie sind darüber hinaus die Grundvoraussetzungen für Coworkation sowie die Anforderungen an Coworkation-Orte aus Unternehmens- und Arbeitnehmersicht

Saint Elmo's: Verena Feyock Autor

Über die Autorin

Tourismusprofi und Expertin für Destinationen, Seilbahnen, Freizeiteinrichtungen und Hotellerie, die mit Herzblut für Stakeholder und Shareholder mit fachlicher Kompetenz und menschlichem Gespür das Beste gibt.

E-Mail: v.feyock@tourismusmarketing.com

 

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