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Was bringt die Zukunft in XR? Takeaways von der Augmented World Expo 2019

26. November 2019

Wo findet man die beste Inspiration in Sachen AR und VR? Richtig, auf der weltweit wichtigsten AR- und VR-Konferenz, der Augmented World Expo (AWE). Unsere WebXR-Developerin Anastasiia Miroshnichenko hat sich für Saint Elmo‘s Berlin auf der AWE Europe 2019 in München umgesehen und spannende Anwendungsbeispiele für Spatial Computing und XR-Technologien entdeckt.

Nicht nur was für Nerds

Viele kleine und große Aussteller zeigten auf der AR- und VR-Messe in München, dass XR-Technologien längst nicht nur was für Tech-Nerds sind. Ob in der Industrie, der Arbeitswelt, im Gesundheitssektor, in der Bildung oder im Unterhaltungsbereich – für XR gibt es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, die zum Teil heute schon genutzt werden.

AWE-Highlights

So setzt Bosch beispielsweise Augmented Reality ein, um Mitarbeiter technisch zu schulen. Auf der AWE zeigte der Automobilzulieferer, wie diese mithilfe einer AR-Brille virtuell in einen Motor hineinsehen und mehr über seine Bestandsteile und die Funktionsweise lernen können. Die verschiedenen Komponenten werden als virtuelle 3D-Objekte eigeblendet und können zur besseren Ansicht vergrößert, verkleinert und gedreht werden.

Beim gut besuchten Stand des finnischen Unternehmens Varjo, das seine neueste VR-Brille vorstellte, konnten Besucher Fahrzeuge virtuell selbst gestalten und Farben und Materialien ganz nach ihrem Wunsch kombinieren.

Welche Bedeutung XR für die Medizin von Morgen haben könnte, ließ sich am Stand von Bebop Sensors erahnen, wo man mit speziellen Handschuhen ein virtuelles Herz anfassen und sogar seinen Schlag spüren konnte.

Neben spannenden Use Cases hatte die Messe aber auch einiges an technischen Weiterentwicklungen zu bieten. Gleich mehrere Aussteller, darunter HP, Rokid und Wikitude, stellten neue Headsets vor. nReal kündigte für 2020 ebenfalls Smartglasses für Spacial Computing, die ein besonders weites Blickfeld aufweisen und sich mit dem Smartphone verbinden lassen.

Ebenso gab es viele Beispiele für innovative Plattformlösungen, die vor allem für Unternehmen von Interesse sein dürften. Unter anderem die WorkLink-Plattform von Scope AR, die den Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern vereinfachen soll. Diese können WorkLink nutzen, um zum Beispiel Arbeitsschritte zu dokumentieren und Tutorials aufzunehmen oder auch nach visuellen Anleitungen zu suchen, die andere Kollegen geteilt haben. Einen weiteren Ansatz verfolgt CGTRader: Das Unternehmen kündigte einer AR-Plattform für e-Commerce an, die es Unternehmen ermöglichen soll, leichter AR-Inhalte zu entwickeln und sie in Online-Shops zu integrieren.

Natürlich kam auf der AWE die Unterhaltung nicht zu kurz: Große Begeisterung beim Publikum löste zum Beispiel das VR-Spiel von Hologate aus, bei dem mehrere Spieler gleichzeitig in das bunte Angry-Birds-Universum eintauchen konnten.

Und was bringt die Zukunft?

Die vielen spannenden Use Cases und technischen Entwicklungen, die auf der Messe präsentiert wurden, haben aber vor allem eins gezeigt: Dass XR das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht hat. Ori Inbar, Mitbegründer der AWE, zeichnete in seiner Keynote „Are You Ready For Spatial Computing“ das Bild von einer Zukunft, in der das Internet zu einem virtuellen 3D-Raum wird. Die Kommunikation würde dann weniger über Text als über visuelle Inhalte stattfinden und Webseiten würden durch ortsbasierte und kontextbezogene „Onsites“ ersetzt, die an jedem Ort die reale Welt virtuell ergänzen. Bei der rasanten Entwicklung der XR-Technologie gar nicht mal so undenkbar.

Saint Elmo's Berlin Kreativagentur

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