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Hold the world: Die Zeitmaschine von Sky

Einem Trilobit beim Krabbeln oder einem Pterosaurus beim Fliegen zusehen, als wären sie direkt vor einem – Sky-Abonnenten können jetzt in die Zeit der Dinosaurier eintauchen und Tiere unmittelbar erleben, die vor Millionen Jahren ausgestorben sind. Denn der Pay-TV-Anbieter hat zusammen mit dem Natural History Museum in London und dem preisgekrönten Dokumentarfilmer Sir David Attenborough eine Virtual-Reality-Dokumentation gedreht, die Naturgeschichte auf eine Weise erlebbar macht, wie es noch nie zuvor möglich war.

Eintauchen in die Urzeit

In „Hold the world“ können sich Nutzer seltene Sammelstücke des Londoner naturhistorischen Museums aus der Nähe und von allen Seiten ansehen. Wohl handelt es sich dabei um detailgetreue 3D-Abbildungen, die Originale selbst befinden sich, wenn überhaupt der Öffentlichkeit zugänglich, hinter Glasscheiben. Gelegenheit, sie ganz genau in Augenschein zu nehmen, hatten also bislang nur Forscher und Museumsmitarbeiter. Dank der virtuellen Realität (VR) haben interessierte Laien sie jetzt auch. Und dafür müssen sie nicht einmal ins Museum gehen, sondern können die Reise in die Vergangenheit einfach vom heimischen Sofa aus antreten.

Begleitet werden sie dabei von der lebenden Legende Sir David Attenborough, berühmt für seine Naturdokureihen für die BBC. In der VR-Anwendung sitzt er dem Nutzer als Hologramm gegenüber und erzählt im Plauderton Wissenswertes über die naturhistorischen Schätze. Der Nutzer entscheidet jedoch selbst, welche er sich anschaut und in welcher Reihenfolge. Dafür wählt er zwischen zwei virtuellen Kästchen, die links und rechts auf dem Tisch vor Attenborough liegen, und holt das Exponat, über das er mehr erfahren möchte, mit eigenen (virtuellen) Händen aus der Schublade heraus. Attenboroughs Erklärung startet, sobald das Objekt auf dem Tisch platziert ist. Um dieses besser zu betrachten, kann der Nutzer es außerdem nach Belieben verkleinern, vergrößern und drehen. Am Ende jedes Kapitels kommt dann das vorgestellte Fossil zum Leben und der Nutzer erlebt das urzeitliche Tier in Aktion.

Das interaktive VR-Erlebnis dauert zwischen 20 Minuten und einer Stunde, je nachdem, wie der Nutzer seine Reise gestaltet. Währenddessen bekommt dieser auch Einblicke in Bereiche des Natural History Museums of London, die sonst für Besucher gesperrt sind. Die virtuell nachgebauten Räume dienen in der Dokumentation als stimmungsvolle Kulisse für die Begegnung mit der Geschichte.

Technik auf einer neuen Evolutionsstufe

Die Hologramme der Museumsobjekte sowie von Sir David Attenborough wurden aufwändig in den Microsoft Studios in Seattle produziert. Im sogenannten Volumetric-Capturing-Verfahren wurden die Exponate und der Dokumentarfilmer mit über hundert Kameras aus jedem Winkel aufgenommen und detailgenau digital rekonstruiert. Die virtuelle Nachbildung der Museumsräume gelang mithilfe von Photogrammetrie, einem Verfahren, das Messungen anhand von Bildern möglich macht.

Das Ergebnis ist eine Dokumentation, die im doppelten Sinne Geschichte schreibt. Es ist die erste, die es möglich macht, mehr über die Vergangenheit zu erfahren, indem man sie selbst erlebt. Sie stellt einen neuen Weg der Wissensvermittlung dar, der das Lernen revolutionieren wird: Beim Bau der Pyramiden dabei sein oder Napoleon persönlich begrüßen? In der Zukunft kein Problem. Doch die virtuelle Realität ist nicht nur die neue Zeitmaschine, sondern kann Wissen auch in anderen Disziplinen durch persönliche Erlebnisse greifbarer machen. Ob zum Beispiel durch eine Reise im menschlichen Körper (Anatomie) oder das Eintauchen in die Welt der Atome (Physik).

Darüber hinaus ist „Hold the world“ ein erster Schritt in eine Zukunft, in der dieser besondere Zugang zu Wissen für die breite Masse offensteht. Noch können nur VIP-Kunden von Sky in den Genuss der VR-Doku kommen. (Diese ist momentan in der Sky VR App für die Oculus Rift, Google Daydream View und Samsung Gear VR verfügbar. Geplant ist zudem eine App-Version für die Microsoft Windows Mixed Reality Headsets.) Mit der voranschreitenden Entwicklung der Technik werden solche immersiven Anwendungen günstiger in der Herstellung und vermutlich weniger exklusiv.

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